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Warum Qualitätssicherung

Qualitätssicherung ist ein Wunsch von institutionellen KundInnen, PrivatkundInnen und AnbieterInnen gleichermaßen.

... für TrainerInnen

Für TrainerInnen, die noch keinen Namen am Markt haben ist es meist schwer, Fuß zu fassen, da den potentiellen KundInnen das Risiko eines Unbekannten meist zu hoch ist. Mit nachweisbarer Qualität könnte dieses Risiko vermindert werden und die Marktchancen steigen. Andererseits müssen oft auch etablierte TrainerInnen um Marktanteile mit KollegInnen kämpfen, die zu Dumpingpreisen arbeiten, aber nicht die entsprechende bzw. ausreichende Qualität bieten können. Ohne Qualitätsnachweis ist der Preis oft der bestimmende Faktor.

... für AnbieterInnen

Unternehmen und Organisationen der Erwachsenenbildung gewährleisten die Qualität ihrer Produkte. Diese Qualität steht und fällt - neben anderen Faktoren - in erster Linie mit der Qualität der Trainierenden. Gibt es klare, eindeutige und vergleichbare Qualitätsmerkmale für TrainerInnen, erleichtert dies die Vorauswahl der Trainingsanbieter, die so an Sicherheit gewinnen, dass die von ihnen eingesetzten Trainierenden tatsächlich Qualität bieten.

... für AuftraggeberInnen

Derzeit halten sich viele FirmenkundInnen an bekannte (allgemein bekannte oder im Unternehmen bereits erprobte) TrainerInnen, da sie deren Qualität durch bereits positive Erfahrungen einschätzen und vor den Budgetverantwortlichen rechtfertigen können. Neuerungen sind im Vergleich riskant. Daher stagniert aber auch die innerbetriebliche Weiterbildung oft. Im öffentlichen Sektor (AMS-Schulungen etc.) entspricht dieser Wunsch außerdem der Verpflichtung nach sinnvoller Nutzung der Budgetmittel, vor allem in Zeiten, wo die Budgets begrenzter oder sogar gekürzt werden.

... für TeilnehmerInnen

PrivatkundInnen investieren ihr privates Geld und Freizeit in Weiterbildungsmaßnahmen und wollen dementsprechend sich vorher ein Bild von der angebotenen Maßnahme machen. Im Zweifelsfall verlassen auch sie sich daher auf bekannte AnbieterInnen, ohne dadurch immer das für sie passende Angebot zu finden.

... für die Branche

Die Weiterbildungsbranche - obwohl ein boomender Markt - krankt an einigen wesentlichen Dingen:
Unübersichtlichkeit Der Markt ist unbersichtlich und schwer zu durchschauen - und das nicht nur für interessierte Laien, sondern auch für Weiterbildungsprofis. Wer bietet welche Produkte unter welchen Begriffen an und wie werden die Trainings - wenn es denn welche sind - durchgeführt? Wie oft wird - um mit irgendwelchen Trends mitzuhalten oder sie zu kreieren - "alter Wein in neuen Schläuchen" kredenzt?
Schlechtes Image Das führt nicht zuletzt dazu, dass AuftraggeberInnen und TeilnehmerInnen nicht selten mit Inhalten, Methoden und nicht zuletzt Resultaten unzufrieden sind und die Branche sowohl wirtschaftlichen als auch einen Imageverlust tragen muss.
Preisdumping Ist die Qualität für die Nachfragenden nicht unterscheidbar, konkurrieren schlecht oder gar nicht ausgebildete Personen mit professionellen TrainerInnen, werden Enscheidungen oft auch aufgrund des - niedrigsten - Preises getroffen. Das führt auf allen Ebenen zu einem Sinken der Preise - sinkende Tagsätze, Honorare, Löhne.
Professionalisierung Qualitätsstandards tragen zu einer Professionalisierung des Berufes „TrainerIn“ bei. Training wird nicht mehr nur als „Anhängsel“ von konkretem Fachwissen betrachtet, sondern erhält einen eigenen beruflichen Status.